Das Substantiv. Die grammatischen Kategorien des Substantivs
Das Substantiv ist eine Wortart, die Dinge im weitesten Sinne des Wortes bezeichnet: der Mensch, die Tochter, das Schaf, der Baum...
Ihrem Inhalt nach werden die Substantive in
konkrete und
abstrakte eingeteilt. Die Konkreta nennen alle mit den Sinnen wahrnehmbaren Dinge. Zu den Konkreta gehören:
- Gattungsnamen. Sie bezeichnen eine Gruppe gleichartiger Wesen und Dinge (Dazu gehören die Bezeichnungen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen): das Tier, der Fluß, die Karte
- Sammelnamen (die Kollektiva). Sie fassen eine Mehrheit gleichartiger Dinge zusammen: das Gebirge, das Vieh, das Gemüse, die Kleidung
- Stoffnamen. Sie bezeichnen eine Stoffmasse; jeder kleinste Teil wird ebenso bezeichnet wie das Ganze: (das) Gold, (das) Holz, (der) Wein, das Wasser
- Eigennamen. Sie bezeichnen ein bestimmtes Einzelnes. Dazu gehören Personennamen, geographische und andere Eigennamen: Alexander, die Elbe, das Schwarze Meer
Die Abstrakta bezeichnen Eigenschaften, Vorgänge, Gefühle, Zustände. Ihr Inhalt kann nur durch das Denken erfaßt werden.
Grammatische Kategorien:
- das grammatische Geschlecht (Maskulinum, Femininum, Neutrum)
- die Zahl (Singular, Plural)
- der Kasus (der Fall) (ist die besondere Form eines deklinierbaren Wortes, durch die im Satz die Beziehung zu anderen Wörtern ausgedrückt wird)
Man unterscheidet im Deutschen 4 Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ. Jeder Kasus hat seine Bedeutung, seine Funktion:
der Nominativ (Nennt man den geraden Kasus. Im Unterschied zu den übrigen ist er unabhängig und mit den Präpositionen nicht verbunden)
- der einzige Kasus, der Satzbildend auftreten kann (ein warmer, wunderbarerAbend)
- ist der Kasus für das Subjekt des Satzes (Auf einmal war der Sommer wieder da)
als Teil des nominalen Prädikats (Prädikativ) (Er ist ein sehr alter Mann)- als Anrede („Was studieren Sie, junger Mann“ – fragte sie)
Der Geniniv (ist der Kasus des Attributs. In dieser Funktion bezeichnet er ein Merkmal, eine Eigenschaft, eine Zugehörigkeit. (eine Gruppe der Menschen)
- wird als Objekt bei manchen Verben und prädikativen Adjektiven gebraucht (ich bin dieser Sache sicher)
- wird als Adverbialbestimmung der Art und Weise und der Zeit gebraucht (eines Abends kehrte er zurück)
- als prädikatives Attribut (ruhigen Herzens legte sie sich)
- als Prädikativ (der Sieg war des Feindes)
Der Dativ ist der Kasus des indirekten Objekts.
- Er bezeichnet meist die Person, für die der Vorgang bestimmt oder auf die er gerichtet ist. (ich muß ihm helfen)
- bezeichnet die Anteilnahme einer Person an einem Vorgang (Ich muß meinen Knopf suchen. Er ist mir unters Sofa gerollt)
- bezeichnet das Zugehörigkeitsverhältnis zwischen dem Subjekt des Satzes und dem Satzglied im Dativ (Sie wusch sich das Gesicht)
Der Akkusativ ist der Kasus des direkten Objekts. Er bezeichnet ein Ding, auf das sich die Handlung erstreckt oder das als ihr Ergebnis entsteht. Er steht nur bei transitiven Verben.
- bei einigen prädikativ oder attributiv gebrauchten Adjektiven bezeichnet das Maß (Als er sieben Jahre alt war, war er zur Schule geschickt)
- kann temporale und lokale Bedeutung haben (er hatte den ganzen Tag nach einem Zimmer gesucht)